Kernseife
(Foto: Fotolia.de - Blonde Frau mit Schweissfleck © Benjamin Thorn)
Schon zu Großmutters Zeiten war die Kernseife für die Sauberkeit in Haus und Garten unentbehrlich. Heute wird Kernseife durch das reichhaltige Angebot an Reinigungsmitteln nur noch selten verwendet. Dabei kann gerade die Kernseife bei vielen Reinigungsarbeiten im Haushalt wertvolle Dienste leisten, deren Erfolg alt und jung gleichermaßen überzeugt. Die Kernseife zählt somit fast schon zu den zeitlosen Vertretern für einen sauberen Haushalt.
Zum Reinigungseinsatz bereit: die Kernseife
Kernseife wird aus minderwertigen Fetten gewonnen, die im Verseifungsprozess mit Lauge und Natriumchlorid zu einem festen Seifenkern wird, der an die Oberfläche der Seifenmasse treibt. Ohne das Natriumchlorid und unter Beigabe von Kaliumsalzen wird aus der Seifenmasse eine zähe Masse: die Schmierseife.
Die Wirkung der Kernseife beruht auf ihrer Fähigkeit, die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit herabsetzt und somit die Vermischung zweier Substanzen unterstützt, die sich normalerweise nicht verbinden. Das beste Beispiel bieten dabei Öl und Wasser. Beide vermischen sich grundlegend nicht, lassen sich jedoch durch einen passenden Emulgator, wie beispielsweise der Kernseife, verbinden.
Durch ein Putzwasser mit Kernseife lassen sich entsprechend Fette und Öle gezielt aus verschiedenen Materialien auswaschen, die Wasser normalerweise nicht lösen kann. Durch die Geruchs- und Farblosigkeit der Kernseife sind bei der Reinigung mit diesem alten Reinigungsmittel auch keine Rückstände zu befürchten.
Doch Großmutter kannte noch ganz andere Tricks mit der Kernseife: eine mit dieser Seife hergestellte Seifenlauge eignet sich für die Bekämpfung von Blattläusen und anderen Schädlingen im Nutzgarten. Auch Reißverschlüsse und schwergängige Schubladen werden durch das Einreiben mit Kernseife griffiger.